Mittwoch, 4. November 2009

Krieg mit Nutella

So...
In Rotterdam begann vor ein paar Tagen ein neuer innereuropäischer Krieg, nämlich zwischen einem deutschem Freiwilligen und einer holländischen Maus. Sie war fast 2 Wochen ruhig und ich dachte schon, sie wäre umgezogen, aber nun weiß ich, dass sie nur Zeit brauchte um ein teuflischen Plan auszuhecken. Vorletzte Nacht war es dann soweit. Ich war in meinem Bett und war kurz vorm Einschlafen, da höre ich ein Rascheln. "Okay", dachte ich, "da ist wohl Mäuschen wieder da." Ich mache das Licht an um sie eventuell zu finden und per Hand zu fangen, aber was ich da sah, war schlimmer als alles denkbare. Diese freche, kleine Maus saß auf meinem Sofa und nagte an einem meiner Drum-Sticks. Da wars' vorbei mit aller Tierliebe! Ich versuche von meinem Bett aufs Sofa zu stürzen, aber das Viech war schneller und flüchtet geschickt ins nirgendwo.
Es standen 2 Mausefallen in der Wohnungen mit leckerem Essen und dieser Schlagzeugstickschänder macht sich an einem Heiligtum zu schaffen...das bedeutete einen totalen Krieg. Gleich gestern ging es in den Baumarkt und nun stehen 5 "Fressmienen" um dem vermutlichen Versteck des Feindes. Ich denke, dass er sich unter der Dusche versteckt. Im meinem Zimmer gibt es eine Tür zur Dusche, die man aber dann nur von hinten sieht. Hier heckt es sich den nächsten Terroranschlag aus, aber nicht mit mir...irgendwann muss es ja auch mal Hunger bekommen und an meine Sticks kommt der Feind nicht mehr heran. Aus Sicherheitsgründen verrate ich deren Aufenthaltsort nicht.
Mein Verbündeter mit dem Decknamen "Eugen" riet mir ein ganz spezielles "Gras" in die Fallen hinein zu tun, da es sich um einen Holländer handelt. Ich werde es mir überlegen, vielleicht als letzte Geheimwaffe. Aber ich werde sie kriegen.
Sonst gehts' mir ganz gut, Arbeit macht noch Spaß, auch wenn ich heute erfahren habe, dass einer meiner Mitarbeiter vom Second-Hand-Laden, mit dem ich immer Möbel usw. wegbringe, ein Häftling ist, der wegen Überfall und Schießerei sitzt. Schon krass, aber Angst habe ich nicht...manche ASF-Freiwillige haben Schlimmeres! Ich passe auf mich auf.
Das Wetter in Rotterdam ist zur Zeit ziemlich komisch: Erst scheint die Sonne, plötzlich regnet es und dann hagelt es. Im Moment gewittert es und das im November....die spinnen, die Holländer.
Am Wochenende sind wieder Eugens Eltern hier und streichen sein Zimmer, obwohl er das gar nicht will, aber er hat keine Wahl. Eltern bleiben Eltern. Hehe.
Okay, ich mach mich wieder auf Mäusejagt. Es kam mir auch eine Liedpassage von Rainald Grebe in den Kopf:

Und da sieht er mein Bier, und er setzte sich.
Und da sagt er zu mir folgendes, der Mäuserich:
Ich trinke Wein,
Ich trinke Wein,
Rotwein, Weißwein und Rosé,
Ich bin eine Maus,
Ich bin Gourmet,
Ich trinke Wein!

Blödes Viech...ich halte euch auf dem Laufenden!
Bis dann!

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